Die dritte Phase

Juli 1996 – Da Ende?

Seit den 80iger Jahren fuhr die Bahn nur noch dank der Zuschüsse der Gemeinden. Der Wegfall von Steuerermäßigungen Anfang der 90er Jahre war schon beinahe das Ende des Betriebs auf der Strecke. Zum Bau des geplanten Bundeswehrdepots bei Gerstetten kam es nicht. Außerdem wurde das Depot Steinheim aufgelöst. Damit verlor die Bahn einen nicht unerheblichen Teil des Güteraufkommens. Durch den Ausschluß von der Regionalisierung des Personennahverkehrs und damit der Wegfall von Subventionen sah sich die WEG, als Eigentümer und Betreiber, gezwungen, den Betrieb nach 90 Jahren im Juli 1996 endgültig einzustellen.

Leider war es der WEG nicht gelungen, Alternativen für einen wirtschaftlichen Betrieb der Strecke zu entwickeln und umzusetzen.

Quo vadis Amstetten – Gerstetten?

Daß die Einstellung des Betriebs durch die WEG nicht das Ende der Lokalbahn bedeutete ist einer Initiative aus Eisenbahnfreunden und Gemeinden zu verdanken, die einen sicheren Weg in die Zukunft der Lokalbahn entwickelten.

Inzwischen herrscht wieder reges Treiben auf der Strecke. Zwar gibt es fahrplanmäßige Züge nur im Sommer und als Touristikzug auch nur an den Sonntagen. Aber durch die Initiative der Ulmer Eisenbahnfreunde steht eine Stillegung der Strecke nicht mehr zur Diskussion – ganz im Gegenteil.

Eisenbahnen auf der Alb und rundherum