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Lokschuppen

Bei der Einfahrt in den Gerstetter Bahnhof fällt der Lokschuppen mit dem markanten Wasserturm sofort auf. Für eine Nebenbahn ein recht stattliches Bauwerk. Der Schuppen wurde – wie der gesamte Bahnhof bzw. die gesamte Strecke – im Jahr 1906 in Betrieb genommen.Zu Beginn des Betriebes auf der Strecke Amstetten – Gerstetten waren hier zwei Dampflokomotiven stationiert. Dementsprechend war der Schuppen bemessen.

Vielleicht spielte auch eine Rolle, daß die Strecke den damaligen Planungen entsprechend über Heldenfingen, Heuchlingen, Dettingen und Anhausen bis Herbrechtingen hätte ausgebaut werden sollen. Die „Alb-Bahn“ sollte damit Anschluß an die Brenztalbahn erhalten.

Das gesamte Gebäude besteht aus zwei Teilen: dem eigentlichen Lokschuppen und den Werkstatt-Räumen mit dem Wasserturm. Dieser querliegende Anbau an der Kopfseite ist in massiver Bauweise erstellt, während der Lokschuppen aus einer Ziegel-Fachwerkkonstruktiuon auf einem hohen Betonsockel besteht.

Der trutzige, an eine Burg erinnernde Turm beherbergte im Innern einen Wasserbehälter mit einem Fassungvermögen vom rund 10 m3. Der Tank ruhte auf kräftigen Eisenträgern, die wiederum von den massiven Wänden des Mittelteils getragen wurden. Ähnliche Konstruktionen finden sich in anderen Bahnhöfen, die um die Jahrhundertwende für die Württembergische Eisenbahngesellschaft bzw. die Württembergische Nebenbahnen-Gesellschaft errichtet wurden.

Schon in WEG-Zeiten wurde der Schuppen um ein fünftes Segment erweitert. Auf Bildern am fehlenden Fachwerk zu erkennen.
2010 wurde der Schuppen ein weiteres Mal verlängert und erweitert, um den gewachsenen Bedürfnissen der Museumsbahn entsprechen zu können. Die Erweiterung erfolgte stilgerecht in Fachwerk-Bauweise mit Ziegel-Mauerwerk.

Eisenbahnen auf der Alb und rundherum